Die Schilddrüsenunterfunktion

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist das Hormon Trijodthyronin (fT3) erniedrigt. Dem Körper fehlen deshalb aktivierende Impulse. Wie bei der Überfunktion besteht deshalb auch bei einer Unterfunktion der Schilddrüse eine Leistungsminderung. Hinzu kommen oft körperliche und geistige Antriebslosigkeit, Kältegefühl, Gewichtszunahme und psychische Verstimmungen bis zur Depression. Besonders gravierend sind die Folgen einer Schilddrüsenunterfunktion für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Dabei haben Störungen der Gehirnreifung infolge eines Jodmangels im Mutterleib oder während der ersten Lebensjahre nach der Geburt die größte Bedeutung. Bleiben diese unbehandelt, kann eine schwere und dauerhafte geistige Behinderung entstehen. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, wird oft bei jedem Neugeborenen die Schilddrüsenfunktion getestet. Bei auffälligem Ergebnis wird umgehend mit einer Behandlung begonnen, so dass die Gehirnentwicklung in der Regel ohne bleibende Beeinträchtigungen erfolgt.

Hauptsächliches Symptom

Typische Kennzeichen einer Hypothyreose sind ein verlangsamter Puls (Bradykardie), Veränderungen des elektrischen Herzsignals im Elekrokardiogramm (EKG) sowie eine Beeinträchtigung der Herzmuskelfunktion. Bei einer Unterfunktion ist man konstant Müde: Antriebslosigkeit, Verlangsamung, Depressionen und Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit bis hin zum scheinbaren Vorliegen einer Demenz sind häufige die Symptome. Ausgangspunkt dieser Störungen scheint unter anderem eine verminderte Durchblutung von Gehirnbereichen zu sein, die für die Aufmerksamkeit, die Geschwindigkeit von Bewegungen und die räumliche Bildverarbeitung zuständig sind. Typisch für eine Hypothyreose sind auch eine Zunahme des Körpergewichts, einem verminderten Energieumsatz in den Körperzellen und das Kältegefühl.

Weitere Symptome

Bei der Hypothyreose treten häufig Schmerzen in Muskeln und Gelenken auf. Darüber hinaus kommt es zu Störungen des Knochen- und Knorpelaufbaus. Zudem kann die Unterfunktion zu einer meist leichten Blutarmut (Anämie) führen. Ebenso führt sie in vielen Fällen zur Verstopfung (Obstipation). Bei einer Hypothyreose ist die Haut zumeist kühl und trocken. Etwa ein Viertel aller Frauen mit Hypothyreose leidet an Menstruationsstörungen. Die Blutung kann sowohl verstärkt als auch abgeschwächt ausfallen. Auch ein unerfüllter Kinderwunsch kann daran liegen. Bei Männern ist oft die Funktion der Hoden beeinträchtigt und die Fruchtbarkeit vermindert.

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