Eisenmangel und Schilddrüsenunterfunktion

Der Eisenmangel ist besonders bei Frauen ein weit verbreitetes Phänomen, das laufend zunimmt. Bald ist es „normal“, dass bereits sehr junge Frauen regelmässig eine Eiseninfusion bekommen. In den meisten Fällen wird ein Eisenverlust über die Menstruation vermutet. Doch die Menstruation der Frauen von heute, haben sich gegenüber derjenigen Frauen vor 50 Jahren nicht so stark verändert, dass dies aus unserer Sicht, nicht der einzige Grund sein kann.

Was sich jedoch seit 50 Jahren drastisch verändert hat ist einerseits die Zunahme von Stress, Umweltbelastungen, Elektrosmog und gleichzeitig haben der Zuckerkonsum sowie insbesondere die Einnahme der Verhütungspillen in dieser Zeit zugenommen. Alle diese Faktoren haben einen sehr grossen Einfluss auf den Schilddrüsen- und Hirnstoffwechsel gleichzeitig aber auch auf alle Verdauungsorgane. Die Ursachen eines Eisenmangels sind so gesehen, sehr stark verwandt mit den Ursachen eine Schilddrüsenunterfunktion.

Im Gegensatz zur Schilddrüsenunterfunktion, sind die Verdauungsorgane beim Eisenmangel, viel stärker betroffen. Der Stress reduziert über das vegetative Nervensystem die gesamte Verdauung und somit auch das Immunsystem. Der hohe Konsum von Zucker (oft durch Süssgetränke) sowie einfachen Kohlenhydrate, schwächt ebenfalls die gesamten Verdauungsorgane und fördert gleichzeitig eine Östrogendominanz, welche von der „Pille“ nochmals massiv erhöht wird.

Der Eisenmangel kann, aus unserer Sicht, ausfolgenden Gründen entstehen:

  1. Bei veganer Ernährung ist der Eisenmangel schon dadurch gegeben, dass zu wenig Eisen in der Nahrung vorhanden ist.
  2. Isst man genug Fleisch und Fisch, dann ist die Versorgung zwar gegeben, aber die Aufnahme funktioniert nicht mehr. Die Magenschleimhaut ist dann meistens durch Stress und Zuckerkonsum so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass die Magensäuren-Qualität zu schlecht ist. Dieser Mangel an Salzsäure (HCL) kann zu einem B12-Mangel aber auch zu Eisenmangel führen. Der menschliche Organismus resorbiert sowohl zweiwertige (Fe2+) als auch dreiwertige (Fe3+) Eisen-Ionen. Da Fe3+und Fe2+ grundsätzlich fest an Nahrungsproteine gebunden ist, sind der Abbau der Proteine durch das spezielle Verdauungsenzym Pepsin eine Voraussetzung für die Eisenaufnahme. Bei ausreichender HCl-Produktion im Magen ist dieser Abbau sichergestellt. Fehlt es an Pepsin und HCl ist die richtige Aufnahme von Eisen nicht mehr gewährleistet.
  3. Eine normale Magensäure mit einem PH-Wert zwischen 1 bis 1,5 tötet praktisch alle fremden Eindringlinge. Eine zu schwache Magensäure kann fremde Parasiten oft nicht genug aufhalten. In sehr vielen Fällen können, bei zu schwacher Magensäure, besonders die Eier und Larven von Parasiten in rohem Gemüse und Früchten in den Darm gelangen und überleben. Diese Parasiten (aber auch Bakterien) ernähren sich von Speisebrei und können riesige Populationen bilden. Diese Parasiten benötigen eine grosse Mange an Eisen um weiter wachsen zu können.
  4. Wenn die Darmwand durch die Bakterien und Parasiten undicht wird (Leaky-Gut-Syndrom) dann können besonders die Bakterien ins Blut gelangen. Als erste Massnahme will der Körper die Bakterien bekämpfen indem er durch eine Eisenreduktion diese schwächen will.
  5. Die Östrogendominanz die die Frauen durch die „Pille“ erhalten, fördert eine stärkere Ausscheidung von Blut und damit auch von Eisen und stört die Stoffwechselprozesse im Darm.

Der Eisenmangel wird, weil er ähnliche Ursachen wie die Schilddrüsenunterfunktion hat, auch ähnlich behandelt:

  1. Nebst einer gesicherten Eisenaufnahme wird besonders der Magen saniert.
  2. Wenn fremde Bakterien und Parasitenpopulationen im Darm leben, werden diese mit Mikrostrom reduziert.
  3. Wenn die Darmwand bereits stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist, wird mit Mikrostrom der Aufbau unterstützt.
  4. Wenn fremde Bakterien im Blut sind, werden diese mit Mikrostrom reduziert.
  5. Wir empfehlen allen Frauen mit Eisenmangel, mit B12-Mangel und mit einer Schilddrüsenunterfunktion auf eine östrogenfreie Verhütungs-Pille umzusteigen.